Gesund ernähren - sinnvoll ergänzen

Antioxidantien und freie Radikale

Die unkontrollierte Produktion von freien Radikalen kann unserer Gesundheit schaden. Wissenschaftler haben in den letzten 3 Jahrzehnten herausgefunden, dass im Alterungsprozess und bei vielen Krankheiten die freien Radikalen eine nicht unwichtige Rolle spielen. Gleichzeitig hat man jedoch auch herausgefunden, dass eine bestimmte Gruppe von Nährstoffen uns helfen können, Schäden durch freie Radikale zu verhindern: die Antioxidantien.
 

Wie definieren sich freie Radikale?

 
Weil freie Radikale ein einzelnes freies Elektron vorweisen, sind Sie über die Maßen instabil. Deshalb reagieren Sie leicht mit anderen Molekülen, indem sie sich von ihnen das fehlende Elektron „besorgen“. Dadurch wird das Molekül beschädigt und wird selber zu einem freien Radikal, welches wiederum ein anderes Molekül schädigt. Es wird eine Kettenreaktion zellschädigender Prozesse gestartet.


Wieso bilden sich freie Radikale?

 
Freie Radikale entstehen bei allen Stoffwechselabläufen im Körper und in Hautzellen durch UV-Strahlen der Sonne. Die aggressiven Teilchen schädigen die Erbsubstanz und können dadurch Krebs auslösen. Selbst indem wir durch unser atmen Sauerstoff aufnehmen, setzen wir uns der Schädigungen durch freie Radikale aus. Sport, Stress und Krankheiten erhöhen die sauerstoffabhängigen Reaktionen in den Zellen und steigern somit die freien Radikalen. Unser Immunsystem produziert freie Radikale für den Kampf gegen Viren und Bakterien. Ebenso verhält es sich bei Entzündungen. Auch aus der Umwelt kommen freie Radikale. Gefährliche Chemikalien, Autoabgase, Lösungsmittel, Konservierungsmittel, Farbstoffe, bestimmte Medikamente oder Drogen, Pflanzenschutzmittel, Strahlen oder Zigarettenrauch bewirken ein Ansteigen der freien Radikalen.

Was sind die Folgen?


Wenn freie Radikale im Körper im Übermaß vorhanden sind, können sie die Körperzellen schädigen. Sie beschädigen u.a. Fettverbindungen oder bewirken das Verschmelzen von Proteinen, wodurch die Funktion beeinträchtigt wird. Mit der Zeit verursachen die freien Radikalen  durch die Häufung von geschädigten Proteinen, Fetten und anderen Zellresten, dass die Zellchemie gestört wird.
 

Wie wirken Antioxidantien?

Unser Körper kann eine gewisse Menge der agressiven freien Radikalen abfangen und auf diese Weise mögliche Zellschäden verhindern. Erst wenn freie Radikale im Übermaß entstehen, können sie uns schaden. Antioxidantien helfen uns, mit freien Radikalen fertig zu werden. Sie wirken Oxidationsvorgängen entgegen und machen freie Radikale unschädlich. So sorgen Sie für ein natürliches Gleichgewicht im Körper. Allerdings werden die Antioxidantien dadurch aufgebraucht bzw. oxidiert. Aus diesem Grund müssen die Speicher für diese Helfer ständig nachgefüllt werden.

Wenn die Produktion von freien Radikalen durch Antioxidantien ausgeglichen wird, werden Zellschäden vermieden und die Gesundheit bleibt erhalten. Dieses empfindliche Gleichgewicht wird durch oxidativen Stress gestört. Die vermehrt gebildeten freien Radikalen richten Zellschäden in großem Umfang an, in deren Folge sich degenerative Krankheiten und frühzeitiges Altern einstellen.

Die wichtigsten Antioxidantien

 
In Zellmembranen und Fettverbindungen finden sich die fettlöslichen Antioxidantien Vitamin E, Coenzym Q10 und Vitamin A. In Blut, Körperflüssigkeiten und im Zellkern ist das wasserlösliche Vitamin C aktiv. Carotinoide, Glutathion und Cystein sind sowohl fett- als auch wasserlöslich. Dazu gesellen sich noch die Spurenelemente Selen, Eisen, Zink, Mangan und Kupfer.
 

Wie bekomme ich Antioxidantien in meinen Körper?


Nun, am besten durch eine ausgewogene Ernährung und ein entsprechend angepasster Lebensstil mit möglichst wenig oxidativem Stress. Klingt utopisch, ist aber der einzige Weg, um sich natürlich vor einem Ungleichgewicht zu schützen. Allerdings gibt es noch die Möglichkeit, sich durch zusätzliche entsprechende Nahrungsergänzungen eine optimale Antioxidantien-Zufuhr zu sichern. Beachten Sie dabei die Kombination der einzelnen Komponenten, denn Antioxidantien sind Teamplayer. Ihre Wirksamkeit in der Gruppe ist besser als die Summe der einzelnen Aktivitäten.
 
Dazu gehören Vitamin C, Vitamin E, Beta-Carotin, L-Cystein, Coenzym Q10, Selen und Zink. Die genauen Zufuhrmengen klären Sie möglichst zusammen mit einem Arzt.
 
Gute natürliche Quellen für Antioxidantien sind Oliven, Rosmarin, Salbei, Rotwein, Trauben, Sojabohnen, Tee, Zitrus- und andere Früchte oder Zwiebeln.
 
 

Krankheiten durch freie Radikale

Abnormalität der Spermien
Allgemeiner Alterungsprozess
Allergien und Überempfindlichkeit
Arthritische Gewebeschäden
Entzündliche Darmerkrankungen
Entzündungen nach Operationen oder Verletzungen
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Makuladegeneration
Komplikationen bei Diabetes mellitus
Krebs
Leberschäden durch Alkoholkonsum
Neurologische Degenerationen
Oxidative Schäden durch intensives Körpertraining
Schäden durch Strahlen und toxische Chemikalien

 

Aktualisiert am 16/06/2017 at 11:24.

 

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