Gesund ernähren - sinnvoll ergänzen

Künstliche oder natürliche Vitalstoffe

Nun - eigentlich braucht man nicht lange zu überlegen: natürliche Vitamine in Obst, Gemüse oder Fleisch sind "natürlich" besser als synthetisch hergestellte Ergänzungsstoffe. Die Evolution hat es nicht vorgesehen, unseren Körper mit isolierten, einzelnen Vitamingaben zu ernähren. Wenn man also in der Situation ist, Vitamine ergänzen zu müssen, sollte man möglichst auf natürliche Vitalstoffe zurück greifen. Ausnahmen sind sicherlich Krankheitssituationen, in denen eine hoch dosierte Vitamingabe angezeigt ist, jedoch ausschließlich unter genauer ärztlicher Aufsicht. Zu hoch ist die Gefahr einer Überdosierung, besonders bei den fettlöslichen Vitaminen A, D, E und K. Bei den wasserlöslichen Vitaminen C und B ist die Gefahr einer Überdosierung nicht so gegeben, da sie sehr schnell auf natürlichem Wege vom Körper wieder ausgeschieden werden. Aber vorsicht: auch hier muss bei der Gabe von hohen Dosen unbedingt der Arzt zu Rate gezogen werden.

 

Benötigt unser Körper eigentlich zusätzliche Vitalstoffgaben?

 

Das hängt von den unterschiedlichsten Faktoren ab. Menschen, die sich durch eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Vitalstoffen versorgen, benötigen sicher nur in Ausnahmesituationen eine Ergänzung an Vitaminen. Meistens ist es jedoch so, dass bestimmte Lebenssituationen eine Nahrungsmittelergänzung erforderlich machen. Sportler, kranke Menschen, Raucher, Alkoholiker benötigen ganz sicher eine zusätzliche Ergänzung von Vitaminen, da Sie einen erhöhten Bedarf daran haben. Wissenschaftler und Verbraucherschützer sind sich einig, wer sich ausgewogen und gesund ernährt, der muss sich keine Sorgen wegen Vitaminmangel machen. Schwangere, stillende Menschen und Jugendliche im Wachstum befinden sich allerdings in Lebensphasen, in denen sie viele Vitamine brauchen, sodass auch Vitaminmangel bei ausgewogener Ernährung auftreten kann. Auch das Rauchen, das Einnehmen der Pille und Alkoholkonsum erhöhen den Vitaminbedarf.

Das Angebot an Nahrungsergänzunsmittel ist unüberschaubar

 

Das Angebot an Nahrungsergänzungen ist unüberschaubar. Manches hilft, das Meiste ist schlicht und einfach sein Geld nicht wert und einiges kann durchaus gesundheitsschädlich sein. Das Röhrchen Vitamintabletten aus dem Supermarkt können Sie sich ganz sicher sparen. Es nützt nichts. Zu kompliziert ist das Wirkungsspiel der Viamine und sekundären Pflanzenstoffe untereinander, als dass man einen evtl. Mangel mit ein paar Brausetabletten ausgleichen könnte. Hochdosierte Einnahmen von einzelnen Vitaminen sind nur angezeigt, wenn akute Mangelerscheinungen dieses erforderlich machen und sind mit äußerster Vorsicht zu behandeln.

Um einem Mangel an Vitaminen vorzubeugen sollte man ausschließlich auf natürliche Vitalstoffergänzungen zurückgreifen. Vitamine entfalten ihre volle Wirksamkeit nur im Zusammenspiel mit ihren Vor- und Abbaustufen und mit den sekundären Pflanzenstoffen. Keine synthetisch hergestellte Tablette kann diese ersetzen. Es sind Stoffe die von den Pflanzen im sekundären Stoffwechsel produziert werden. Sie dienen den Pflanzen als Farb-­ und Aromastoffe in den Früchten, regen Tiere zum Fressen an, dienen aber auch als Abwehrstoffe gegen Fressfeinde, oder als Schutz vor der starken UV­-Strahlung. Sie kommen in Pflanzen nur in geringer Konzentration vor, sodass man bei normaler Ernährung ca. 1,5 g zu sich nimmt.

Carotinoide, um nur eines heraus zu greifen, sind pflanzliche Farbstoffe, die zum Teil zum Färben von Lebensmitteln verwendet werden. Inzwischen belegen wissenschaftliche Studien, dass Carotinoide die Zellen vor Giftstoffen schützen. Sie wehren krebsauslösende Stoffe ab, regen die Selbstheilungskräfte an und aktivieren körpereigene Reparatursysteme.

Wer hofft, solche Stoffe auch in Pillenform zu sich nehmen zu können, wird enttäuscht werden. Inzwischen ist belegt, dass Vitamine nur in ihrer ursprünglichen Form einen positiven Effekt für die Gesundheit haben. Immer mehr Studien belegen, dass isolierte Substanzen nicht die gleiche Wirkung haben oder sogar das Krankheitsrisiko erhöhen können.

 
Aktualisiert am 16/06/2017 at 11:24.
 

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